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    <title>Berlin, Basel und ich (Ein Berliner in der Fremde) : Rubrik:Schweizer Leben</title>
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    <description>Ein Berliner in der Fremde</description>
    <dc:publisher>Nachtreise</dc:publisher>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:date>2009-12-10T13:12:55Z</dc:date>
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    <title>Berlin, Basel und ich</title>
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    <title>Von Kirchtürmen und Minaretten</title>
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    <description>Am vergangenen Sonntag hat das Schweizer Stimmvolk einmal mehr abgestimmt. Doch die Stimmen wollen nicht verklingen. Die SVP hatte eine Initiative zur Abstimmung gebracht, nach welcher der Bau von Minaretten in der Schweiz bundesweit verboten werden sollte. Schon die Plakatwerbung hierfür war von der Menschenrechtskommission gerügt worden. Ein Teppich auf welchem Minarette wie Raketen nebeneinander stehen, im Vordergrund eine Frau, die von einer Burka komplett verhüllt ist. Oder: ein raketenartiges Minarett, welches die schweizer Landkarte durchbohrt und zerstört. Diese Art von politischer Werbung in Form von Piktogrammen an sich ist jedes Mal aufs neue ein Unding. Es ist irgendwie spannender als die immer gleich lächelnden Konterfeis der Politiker zu sehen, die Verkürzung der Inhalte auf ein Bild ist aber schlimmer als jede Polemik es sein könnte. Die Schweizer haben diese Initiative mehrheitlich mit 57 % angenommen.&lt;br /&gt;
Einzige Ausnahme die Kantone Genf, Neuchatel, Basel und Waadt, eher städtische Kantone in der Westschweiz. Selbst in Zürich wurde die Initiative, wenn auch knapp, angenommen. Die Schweizer Regierung hatte als Empfehlung die Ablehnung dieser Initiative ausgegeben. Nun muss sie die Weltöffentlichkeit wieder versöhnen. Libyen hat, auch im Zuge der schon länger andauernden Krise seiner bilateralen Beziehungen zur Schweiz, bei der Uno beantragt, deren Hauptsitz von Genf wegzuverlegen, da die Schweiz für die muslimischen Länder kein neutraler Boden mehr sei.  &lt;br /&gt;
Natürlich haben die Schweizer den Bau von Minaretten mit der Unterstützung islamistischer Fundamentalisten verwechselt, die Frage der Stunde sollte also lauten, bis wohin ist Basisdemokratie sinnvoll? Wir Deutschen schauen immer neidisch auf dieses Recht der Schweizer und ich bin nicht sicher, wie man diese Frage in Deutschland beantworten würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig wurde über ein Verbot des Exportes von Kriegsmaterial abgestimmt. Plakate mit einem vielleicht bald arbeitslosem Fliessbandarbeiter in einer Waffenfabrik haben die Schweizer zugunsten der Exporte und gegen ihr Verbot stimmen lassen. Hier waren sich bis auf Lausanne alle Abstimmungsbezirke einig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sonntag mit zwei zeichenhaft lesbaren Abstimmungsergebnissen, die sicherlich nicht jedem gefallen. Ist nicht allein die Möglichkeit über solch sensible Fragen abzustimmen schon der Fehler?</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-04T22:03:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtreise.twoday.net/stories/6020884/">
    <title>Wahlgänge</title>
    <link>http://nachtreise.twoday.net/stories/6020884/</link>
    <description>Über meine viele Arbeit momentan hab ich vergessen, ein bedeutsames Ereignis hier zu vermelden. Bedeutsam insofern, als dass es zum Teil für deutsche Staatsbürger unverständlich ist. Während die Deutschen am 27. September eine Wahl entschieden, nach welcher eine ostdeutsche Frau zur Bundeskanzlerin, ein Homosexueller zum Außenminister und ein Rollstuhlfahrer zum Finanzminister wurden (was eine nicht zu verachtende Progressivität zeigt), während also die Deutschen zur Wahlurne schritten, taten dies auch die Schweizer. Die vierteljährliche Volksabstimmung behandelte unter anderem die Mehrwertsteuer. Die Schweizer habe an diesem Tag per Abstimmung die Mehrwertsteuer für den Zeitraum 2011 bis 2017 von bisher 7,6% auf 8% angehoben, um die Finanzierung der Invalidenrente zu sichern. Sie haben sich selbst aus freien Stücken für einen höheren Steuersatz entschieden! &lt;br /&gt;
Würden Deutsche je so vernünftig entscheiden?</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-31T19:30:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtreise.twoday.net/stories/6006444/">
    <title>Goldener Haushalt</title>
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    <description>Angelegentlich meines Referates in einem befreundeten Museum gestern in Zürich habe ich für meinen momentan wegen übermäßiger Arbeit völlig vernachlässigten Haushalt ein Geschenk erhalten.&lt;br /&gt;
Die Sammlungsleiterin dort kommt aus Hamburg und in einem unserer ersten Gespräche schimpften wir gemeinsam über den Mangel an Kartoffeln auf schweizerischen Speisekarten.&lt;br /&gt;
Jetzt nenne ich ein echtes Designerstück mein eigen, formschön und praktisch, ein Klassiker seit 1948: Der schweizer &lt;a href=&quot;http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3e/Sparschaeler_Rex_Star.jpg&quot;&gt;Kartoffelschäler namens REX&lt;/a&gt;. Aber der meine ist vergoldet!</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-22T19:53:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtreise.twoday.net/stories/5927419/">
    <title>Die Schweiz zerschlagen</title>
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    <description>Ich weiß nicht, wie viel man in Deutschland davon mitbekommt, aber in der Schweiz geht es zur Zeit hoch her. Letzte Woche kam es zum bisherigen Höhepunkt der schon über ein Jahr andauernden Libyenkrise. Es war bekannt geworden, daß der Libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi bei der UNO den offiziellen Antrag gestellt hatte, die Schweiz unter ihren Nachbarstaaten Deutschland, Frankreich und Italien aufzuteilen. Eine unglaubliche, nahezu satirische Forderung in meinen Augen. Die UNO konnte anhand ihrer Statuten, die ein derartiges Vorgehen gegen einen Mitgliedsstaat ausschließen, eine offizielle Abstimmung über diesen Antrag abwenden.&lt;br /&gt;
Aber da werden die Urängste der Schweizer schwer getroffen, als kleines sprachlich zersplittertes Land umringt von größeren Nationalstaaten ist das wohl von jeher eines der Schreckensszenarien.&lt;br /&gt;
Das Ganze hatte natürlich einen Vorlauf, als im Juni 2008 Gaddafis Sohn Hannibal mit seiner Verlobten in Genf weilte und bei der dortigen Polizei ein Hilferuf einging, daß die beiden mehrere Angestellte verprügelt hätten. Bei ähnlichen Delikten in Paris und Spanien haben die Leibwächter von Hannibal die jeweiligen Polizeitruppen abwehren können, in Genf siegte aber die dortige Polizei, befreite die Opfer und inhaftierte Hannibal.&lt;br /&gt;
Darauf hin drehte Libyen den Ölhahn für die Schweiz zu, ließ Flüge aus der Eidgenossenschaft nicht mehr landen, entzog schweizer Firmen in Libyen die Konzessionen und nahm zwei schweizer Geschäftsleute fest, die bis heute nicht ausreisen durften.&lt;br /&gt;
Ab 15. September hat Libyen übrigens die Leitung der UNO inne.&lt;br /&gt;
Hier hat die gesamte Affäre wieder den Zusammenhalt zwischen den &lt;i&gt;bünzligen&lt;/i&gt; Deutschschweizern, den alternativen &lt;i&gt;Romands &lt;/i&gt;und den anarchistischen Tessinern gestärkt.</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-08T12:44:00Z</dc:date>
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    <title>Völlig klar!</title>
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    <description>Wenn ich mich im Winter auch ab und an über Oleander, Palmen und sogar Bananenstauden als feste Pflanzungen (nicht in Kübeln!)in den Vorgärten wundere, so ist mir bei diesen Temperaturen momentan sehr wohl klar, daß diese Pflanzungen eigentlich ganz naheliegend sind. Die Schweiz hat nicht rund ums Jahr mit Schneemassen zu kämpfen, im Gegenteil: Es gibt äußerst heiße Regionen. Basel ist eine davon.&lt;br /&gt;
Die Saisoneröffnung der Basler Symphoniker am Sonntag mit einem Konzert im Stadtcasino (so bezeichnen Basel und andere schweizer Städte ihren Konzertsaal) geriet da zu einer reinen Schwitzkur.</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-24T09:07:00Z</dc:date>
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    <title>Naschigkeiten</title>
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    <description>Die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Luxemburgerli&quot;&gt;Luxemburgerli&lt;/a&gt; des Monats sind Erdbeer-Rhabarber, die in einer &lt;a href=&quot;http://www.packmove.ch/go/id/dnh/amp%3BW/250/T/by/A/djj/css/cqv/&quot;&gt;preisgekrönten Verpackung &lt;/a&gt;angebotenen Truffes du Jour sind diesen Monat mit Rosenwasser aromatisiert. Beides herrlich erfrischend und bei &lt;a href=&quot;http://www.geschenkidee.ch/spruengli_luxemburgerli.html&quot;&gt;Sprüngli &lt;/a&gt;erhältlich... Hmmm</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-10T14:45:00Z</dc:date>
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    <title>phuuh</title>
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    <description>Heute morgen die Neue Züricher Zeitung aufgeschlagen mit dem Wetterbericht für die kommende Woche: Sonne ohne Ende und knapp unter 30°C für die Nordwestschweiz! Da Basel immer noch &lt;i&gt;eis biezeli mär heiß hat&lt;/i&gt;, wird&apos;s vielleicht bald was mit dem Rheinschwimmen!</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-29T11:13:00Z</dc:date>
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    <title>Deutsche in der Schweiz</title>
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    <description>Ohne dass ich dieses Thema all zu sehr strapazieren will, habe ich hier einen schönen Artikel aus dem Berliner Tagesspiegel, den die in Portugal lebende Freundin gefunden hat. Es geht um Integrationskurse für Deutsche, die in der Schweiz leben. Und wie Ihr vielleicht schon bemerkt habt, ich glaube bei aller Albernheit ist es eben doch notwendig, einige grundsätzliche Dinge zu klären, damit nicht jeder die gleichen unangenehmen Erfahrungen macht... Nachzulesen &lt;a href=&quot;http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Schweiz-Einwanderung%3bart123,2830804&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-26T09:38:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtreise.twoday.net/stories/5738256/">
    <title>Schmutzwäsche</title>
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    <description>Da war ich nun immer stolz, daß ich entgegen der Schweizer Normalität eine eigene Waschmaschine in meiner Wohnung habe. Ich muß mich nicht in einen Waschplan eintragen oder darunter leiden, wie andere Leute die Waschküche zurücklassen und mich heimlich nachts hinunterstehlen und entgegen der Hausordnung zur Schlafenszeit waschen, damit ich überhaupt mal wieder was sauberes anziehen kann. Nein, jeder, der in der Schweiz lebt und in meine Wohnung kommt sieht es gleich, es gibt eine Waschmaschine. Regelmäßig werde ich beneidet. Von diesen Extrafreuden muß ich mich nun verabschieden. Das Ding ist hin. Futsch. Einfach so. Pünktlich zum nahenden Besuchsmarathon. Dabei steht in der Garage meiner Eltern meine tadellose neue Maschine, in 900 km Entfernung.&lt;br /&gt;
Also habe ich gleich mal die Gemeinschaftsmaschine getestet heute. Sie ist wunderbar, viel größer als die defekte und schleudert auch besser. Zudem steht mir ein Trockner zur Verfügung!&lt;br /&gt;
Vielleicht lasse ich mich durch diese Qualitäten ja doch noch über den Verlust der typisch deutschen Individualität beim Waschen hinwegtrösten.</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-03T21:55:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtreise.twoday.net/stories/5685794/">
    <title>Shake it baby!</title>
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    <description>Was für eine wunderbare Überraschung: Da bin ich gerade eben erst aus Berlin nach Basel zurückgekehrt und werde in meiner ersten Nacht um 3.38 Uhr mit einem Erdbeben begrüßt!&lt;br /&gt;
Nur, bemerke ich nach der Großstadt und der Zugfahrt in seeligen Träumen nichts davon! Mein zweites Erdbeben und sogar eines der Stärke 4,5, so daß Kollegen meinen, sie müßten das Haus verlassen und nicht mehr einschlafen können, aber ich schlafe tief und fest...&lt;br /&gt;
Mein erstes Erdbeben hatte ich während einer Busfahrt, so daß alle mich trösten mußten und sagten, daß man Beben während eigener Bewegung kaum merkt, aber wenn ich mal sitzen oder im Bett liegen würde... Nun, ich glaube ja noch immer, daß das eine großangelegte Veralberung ist, aber selbst die Medien beteiligen sich an diesen Späßen mit mir. &lt;a href=&quot;http://www.bluewin.ch/de/index.php/26,145247/Erdbeben_in_Sueddeutschland_weckt_auch_Schweizer_auf/&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-06T14:20:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtreise.twoday.net/stories/5501943/">
    <title>Und die Raben kommen doch</title>
    <link>http://nachtreise.twoday.net/stories/5501943/</link>
    <description>Die Schweizer haben mal wieder abgestimmt. Diesmal wieder ein paar spannende Themen dabei, wie zum Beispiel eine Wegweisungsinitiative (weg wie fort, nicht weg wie Pfad übrigens), in der es darum ging, daß den Gesetzeshütern erlaubt werden solle, verdächtige Elemente (Gewalttäter, Penner, Demonstranten) ohne vorgefallene Straftat eines öffentlichen Ortes verweisen zu können. Mit weit über 70% haben die Basler zugestimmt! aber sie haben ja auch freiwillig vor einigen Jahren eine Sperrstunde eingeführt...&lt;br /&gt;
Außerdem gab es eine Initiative &quot;Demokratie vergrößern&quot;, das Wahlrecht ab 16 Jahre sollte ermöglicht werden. Auch hier hat die Schweiz wie erwartet entschieden: mit einem &quot;Nein&quot;. &lt;br /&gt;
Am spannendsten für mich war die Abstimmung über die Personenfreizügigkeit, will heißen, daß EU-Bürger in der Schweiz arbeiten und wohnen dürfen, wie man es inzwischen auch innerhalb der gesamten EU kann. Dies wurde im Vorfeld heiß diskutiert und das Stimmvolk mit &lt;a href=&quot;http://www.bluewin.ch/de/index.php/22,122199/59,6_Prozent_der_Stimmberechtigten_fuer_Personenfreizuegigkeit/&quot;&gt;Plakaten&lt;/a&gt; und Postwurfsendungen umworben. &lt;a href=&quot;http://nachtreise.twoday.net/stories/4376374/&quot;&gt;Die weißen Schäfchen vom letzten Jahr&lt;/a&gt;, die ein schwarzes Schaf von der schweizer Landkarte schubsen, wurden durch Raben ersetzt, die sich von außen kommend auf die kleine Schweiz stürzen.&lt;br /&gt;
Trotz derartiger Angstkampagnen haben die Schweizer mit knapp 60% für die Weiterführung der bilateralen Verträge mit der EU &lt;a href=&quot;http://www.swissinfo.ch/ger/politik_schweiz/abstimmungen/Fast_60_Ja_zur_Personenfreizuegigkeit.html?siteSect=301&amp;sid=10302127&amp;cKey=1234109780000&amp;ty=st&quot;&gt;gestimmt.&lt;/a&gt; Besonders positiv die westschweizer Romands und die beiden Basel (Basel Land und Basel Stadt), die sich gerne mal wie die frankophonen Schweizer verhalten und eben kein typisches deutschschweizer Verhalten zeigen. Vor allem die Tessiner und ein paar deutsche Landkantonen haben gegen diese Initiative gestimmt. Ich bin aber doch recht froh, in Basel nur von 30% der Bevölkerung nicht gern gesehen zu werden...</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-08T16:44:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://nachtreise.twoday.net/stories/5493716/">
    <title>Krieg und Liebe</title>
    <link>http://nachtreise.twoday.net/stories/5493716/</link>
    <description>Nein, kein falsch aufgeschnappter Titel eines russischen Klassikers sondern die Überschrift für meinen Tag.&lt;br /&gt;
Seit heute 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit wissen wir, daß etwa 98% der schweizerischen stationären, mobilen und Wassersirenen einwandfrei funktionieren. Das melden die schweizer Nachrichten seit dem Nachmittag. Jeden ersten Mittwoch im Februar werden nämlich sämtliche &lt;a href=&quot;http://www.20min.ch/news/schweiz/story/26621788&quot;&gt;Sirenen getestet&lt;/a&gt;, so auch heute für circa 10-15 Minuten. Ich war zu der Zeit gerade im frühlingshaften Süddeutschland und habe zum Glück nichts davon mitbekommen. Mich erinnert der Gedanke aber an meine Kindheit, als jeden Mittwoch um 13 Uhr die Sirenen in dem kleinen niemals in einen Krieg verwickelten Staat in Stadt und Land getestet wurden. Nur muß man in der Schweiz zusätzlich auch wissen, welcher Schutzraum der nächste ist. Jeder Einwohner hat einen gesetzlich festgelegten Platz in einem Bunker, für den Fall, daß die Schweiz mal wieder angegriffen wird. In jedem Haus hängt ein amtliches Schild mit der Schutzraumzuweisung und man darf keinen neuen Wohnraum errichten ohne nachweislich freie Plätze für die zukünftigen Bewohner in einem Bunker. Die wie U-Bahneingänge anmutenden von einem Häuschen überdachten Treppenabgänge auf Basler Straßen sind die Eingänge zu solchen Schutzräumen, denn Basel hat gar keine U-Bahn, so etwas gibt es in der ganzen Schweiz einmalig nur bei den Romands in Lauanne und wurde erst im September 2008 &lt;a href=&quot;http://www.epochtimes.de/article.php?id=340840&amp;online=y&quot;&gt;eingeweiht&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Soweit zum Thema Krieg.&lt;br /&gt;
Auf dem Heimweg kaufe ich mir ein paar Tulpen für den Eßtisch und laufe pfeifend die Straße entlang, bis ein Metaller mit Kapuzenshirt und Pitbull mich auf die Blumen deutend und grinsend fragt: &quot;Bisch wohl verliäbt?&quot; Und diese fast anzügliche Frage auf offener Straße von einem Schweizer!</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-04T19:02:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtreise.twoday.net/stories/5482454/">
    <title>Umgestaltung</title>
    <link>http://nachtreise.twoday.net/stories/5482454/</link>
    <description>Ich habe Stadtplanung in Deutschland studiert. Dabei ging es nicht nur aber auch um die Aufwertung von Wohnvierteln, besondes sogenannten Brennpunkten oder Problemvierteln. Für Basler Verhältnisse lebe ich in einem solchen Viertel. In meiner Berliner Heimat entspräche das Basler St. Johanns Quartier dem Bezirk Neukölln oder auch Wedding. Es gibt hier einen hohen Ausländeranteil in unsanierten Altbauten und ich habe auch schon einmal eine Schlägerei beobachtet. Kürzlich ist meine &lt;i&gt;Tram&lt;/i&gt;linie umgeleitet worden und man hat angekündigt die Gleise aus der alten Trasse zu entfernen und die Straße umzugestalten. Ich habe von breiteren Gehwegen geträumt, von Bäumen (die dieser Straße wie den meisten Basler Straßen fehlen). Das Wort &quot;umgestalten&quot; hat also meine Phantasie beflügelt und in meinem Kopf die bestmögliche Variante der Gasstrasse entstehen lassen.&lt;br /&gt;
Aber nichts da oder &quot;Pustekuchen&quot; wie Loirinha zu sagen pflegt. Man hat zwar die alten Gleise herausgerissen, was in Berlin niemals passiert wäre, da liegen heute noch Gleise aus den 20er Jahren im Kopfsteinpflaster. Man hat also die alten Gleise entfernt und dann einfach Asphalt ausgegossen. Damit hat man eine breitere Fahrbahn gewonnen, die man dann zu zwei Dritteln in Parkplätze umgewandelt hat. Eine wegen der Vorliebe für Asphaltierung und praktische Lösungen typisch schweizerische Umgestaltung. Selbst im Innenstadtbereich wird mit Vorliebe auch auf Gehwegen Asphalt verwendet, weswegen Regenwasser häufig nicht einfach versickert sondern als möglichst flächendeckende Pfütze stehenbleibt. Diese Lösung scheint hier auch kaum jemand als häßlich zu empfinden. Sie ist eben praktisch weil schnell und preiswert. Und die Durchgrünung der Städte scheint auch kein Thema zu sein. Immerhin gab es im St. Johann auch Initiativen, Kletterrosen zu pflanzen, um das Viertel wenigstens mit etwas Straßengrün aufzuwerten. Ohne einige private Vorgärten hier und da wären die Basler Straßen oft sehr trist.&lt;br /&gt;
Aber, schnell ging sie wirklich, die Umgestaltung.</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-30T20:44:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtreise.twoday.net/stories/5439264/">
    <title>Backwaren mal wieder</title>
    <link>http://nachtreise.twoday.net/stories/5439264/</link>
    <description>Von Anbeginn bin ich stolz auf &lt;i&gt;Brandl&apos;s Confiserie &lt;/i&gt;bei mir um die Ecke. Wirkliche Leckereien, ein stadtbekannter &lt;i&gt;Guggelhupf&lt;/i&gt; und eine charmante alte Chefin, die mich zu fast jedem Kauf überreden kann. Als ich zum Beispiel am 19.12. für meine Schwester in Berlin einen &lt;i&gt;Grätima&lt;/i&gt; mitnehmen wollte (ein traditioneller Nikolaus aus Hefeteig mit Mandeln, Rosinen und Hagelzucker verziert), teilte sie mir einfach mit, daß der &lt;i&gt;Grätima&lt;/i&gt; sich für dieses Jahr zur Ruhe gesetzt habe und erst im nächsten wiederkäme, aber ich könne eine ihm ganz ähnliche Tanne mitnehmen, was ich brav tat. Wie oft habe ich einen größeren &lt;i&gt;Guggelhupf&lt;/i&gt; als nötig gekauft, Pralinen und mir fremdes Gebäck probiert und versucht über alberne Bezeichnungen wie &lt;i&gt;Schlumpi&lt;/i&gt; (Brötchen) und &lt;i&gt;Gipfeli&lt;/i&gt; (Chroissants) hinwegzusehen. Doch nun hat sie mich enttäuscht. Erst hatte &lt;i&gt;Brandl&lt;/i&gt; über den Jahreswechsel geschlossen und nun auch noch am Sonntag. Bisher gab es keinen Ruhetag, immer habe ich köstliche Naschigkeiten oder freundliche Worte bei Frau Brandl gefunden.&lt;br /&gt;
Meine neueste Enttäuschung hat sie nun gestern nachdem wir uns ein frohes neues Jahr gewünscht haben mit einem &lt;i&gt;Sunnenrädeli&lt;/i&gt; fast ausgebügelt, einer radförmigen Milchbrezel mit Kümmelbestreuung, die sie mir fröhlich zum sofortigen Verzehr schenkte.</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2009-01-11T19:49:00Z</dc:date>
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    <title>Volksoper</title>
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    <description>Bin mal wieder beim großen Konkurrenten gewesen. War in Zürich. Als Basler muß man Zürich hassen. Als der Chorfreund neben mir vom Bahnhof zum See die Bahnhofstraße entlangspazierte und wieder von der größten schweizer Stadt zu schwärmen begann, habe ich in einem plötzlichen Anfall von Basler-Patriotismus und einer typischen Berliner Großstädter-Arroganz den Drang verspürt, ihm Zürich madig zu machen. Hab ihn zum Verstummen gebracht und hinterher bei einer realistischeren Betrachtung (typisch ich: erst emotional, dann rational) mußte ich sehr über mich schmunzeln. Denn natürlich ist Zürich größer als Basel, die Geschäfte haben länger geöffnet, die Menschen scheinen eleganter gkleidet zu sein. Da Zürich (anders als Basel, welches schon im Mittelalter groß war) erst zum Ende des 19 Jh zu wachsen begann, sind viele der Gebäude und Straßenfluchten großzügiger, dazu der wunderbare Blick über den See... Aber: Basel hat sogar objektiv betrachtet die besseren Museen!&lt;br /&gt;
Warum aber waren wir in Zürich? Wir waren in der Oper, dem wichtigsten Haus der Schweiz, zur Volksoper. Die Theaterkarten sind gerade im Vergleich zu Berlin schwindelerregend teuer in der Schweiz. In Zürich also erst recht. Der Lebensmitteldiscounter Migros kauft etwa zehn Vorstellungen pro Saison komplett auf und gibt die Karten zu weniger als dem halben Originalpreis weiter, was in meinem Fall 45 CHF waren (ca. 30,- &#8364;). Ein wie ich finde äußerst gutes und soziales Angebot für hiesige Verhältnisse. In das Programm der Volksoper werden sämtliche aktuellen Produktionen aufgenommen, wir sahen die zwei Einakter &quot;Il secreto di Susanna&quot; und &quot;Gianni Schicci&quot;.&lt;br /&gt;
Desweiteren habe ich ja am Basler Theater ein Studentenabo, wo wir als Gruppe für 7 Vorstellungen im Voraus je 120 CHF gezahlt haben (80,-&#8364;). So habe ich wenigstens die neuesten Produktionen hier zu einem unschlagbaren Preis gesehen!&lt;br /&gt;
Und bei manchen Veranstaltungen hatte ich auch einfach Glück: Im Stadtcasino waren mir und einer Chorfreundin die Karten einfach zu teuer, da sagte uns die Dame an der Kasse, eine Abonentin hätte Ihre Karten für diesen Abend zurückgegeben mit dem Wunsch, sie an zwei Studenten zu verschenken. Und es waren herrliche Plätze! Diese Woche stand ich bei einem Konzert im Volkshaus zufällig hinter einer Frau, die mir ihr zweites Freiticket anbot. Also: Glück muß man haben, dann ist die Schweiz auch erschwinglich... ;)</description>
    <dc:creator>Nachtreise</dc:creator>
    <dc:subject>Schweizer Leben</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Nachtreise</dc:rights>
    <dc:date>2008-11-13T14:10:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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