Bin in dunkler Nacht in einem nahezu leeren Zug über die Grenze nach Basel gefahren, hab vom menschenleeren Bahnhofsvorplatz das letzte kaum besetzte Trämli genommen und bin geradezu unbemerkt angekommen. Heute habe ich alle Fenster der Sonne entgegen geöffnet, mich wieder in den Räumen einsortiert... Und es ist schön hier.
Nachtreise - 8. Mai, 12:14
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Es ist ulkig, sich in Berlin wieder eingewöhnen zu wollen, wenn es dort eigentlich keinen Alltag mehr gibt. Mein gesamtes bisheriges Leben hat fast ausschließlich dort stattgefunden. Schon bei der Einfaht in die Stadt habe ich Leuten Auskunft gegeben, mit welchen Bahnen sie ihre weiteren Ziele erreichen...
Mir ist bewußt geworden, wie viele herausragende Orte ich soo gut kenne. Da ist nicht nur der Prenzlauer Berg und der Friedrichshain, sondern z.B. auch die Museen auf der Insel und die Gedächtniskirche, weil ich dort gearbeitet habe, der Dom, in dem ich viele Jahre gesungen habe, das Schauspielhaus und die Philharmonie, in denen immer wieder Freunde gespielt haben. Da kennt man die Kehrseiten, die Abläufe hinter den Kulissen. Und doch ist alles schon recht weit weg. Die ersten Tage waren wie ein fremder Film - unglaublich.
Und es ist nicht leicht, allem gerecht zu werden. Familie, Schulfreunde, Studienfreunde, Arbeitskollegen, Chöre... Dann noch meine eigenen Vorstellungen von einem schönen Tag in Berlin mit Bummeln, Einkaufen, Ausstellungen besichtigen und vor allem: Frühstücken gehen...
Ein paar Menschen habe ich dann doch nicht treffen können. Für mich waren die Tage aber ausgefüllt und wären sonst wohl viel zu stressig geworden. Aber, ich hab ja immer noch mehr als nur einen Koffer in Berlin... ;)
Ich habe beschlossen, ich muß öfter mal für einen Kurzbesuch vorbeikommen...
Nachtreise - 8. Mai, 10:21
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