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Orgakram emotional betrachtet

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Merkwürdige Rechnungen

Das Museum vereinnahmt mich. Der Monat schreibt sieben vergangene Tage, meine Arbeitsstunden weisen neun gearbeitete Tage aus, obwohl ich doch einen Tag von den sieben frei hatte? Kann sich jemand denken, wie so etwas passiert? Ich rate jedem, sich möglichst nie auf eine Stellenteilung einzulassen. Man beginnt freiwillig am Wochenende zu arbeiten und schämt sich für freie Tage. Langsam kommt Land in Sicht und eine große Freude: Ich mache eine Stippvisite in der Heimat (ein Begriff, den ich früher nie so verwendet hätte), ich fahre für ein kurzes Wochenende nach Berlin!

Montag, 21. September 2009

Seitenwechsel

In der letzten Wochen hatten wir Bewerbungsgespräche im Museum. Und ich saß erstmals auf der anderen Seite, auf der, welche die Fragen stellt. Merkwürdig, sich die Fragen und Themen zu überlegen mit denen man in kurzer Zeit einen Eindruck gewinnen kann und daß mancher Eindruck sich leider schon beim Erstkontakt, beim Eintreten und Begrüßen, so stark herstellt, daß damit die Entscheidung für oder wieder schon gefallen ist... Es ist unglaublich, wie unterschiedlich Menschen ähnlicher Qualifikation dann doch in derselben Situation sein können!

Dienstag, 1. September 2009

Erster Tag im neuen Leben

oder so. Ab heute bin ich erstmals überhaupt in einem unbefristeten Verhältnis angestellt. Nicht, dass das irgendetwas heißen soll, denn die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt ja auch nur einen Monat. Aber immerhin, es fühlt sich irgendwie stabiler an, obwohl sich weder meine Arbeit noch mein Umfeld geändert hat. Muß wohl wieder so was psychologisches sein...

Freitag, 7. August 2009

Zeitmanagement

So, da habe ich diese Woche doch eher Unterstunden gemacht. Ein ganz seltener Fall!
Aber was soll's, schließlich habe ich noch soo viele Überstunden, daß ich problemlos wieder eine Woche in den Urlaub fahren könnte...
Und außerdem: Es ist viel zu heiß zum Arbeiten!

Dienstag, 24. Februar 2009

Schlaflos in Basel

Die neue Verantwortung fordert mich ziemlich. Nicht, daß die Arbeit schwer und anstrengend wäre, höchstens ungewohnt. Nein, eher dieses völlig auf sich gestellt sein ist anstrengend. Drei Nächte habe ich kaum schlafen können oder sehr merkwürdige Träume gehabt, passend zur Beförderung unter anderem von Fahrstühlen. Ich bin eben ein Team-Baustein.
Wie schön war es heute, gemeinsam mit der schönen Polin und der lustigen Französin eine Kinderführung zu konzipieren. Jaahh! Schickt nur Horden von Kindern zu uns! Ich bin schon ganz gespannt, wie es wird!

Samstag, 29. November 2008

Fliegende Korrespondenz

Habe vergangene Woche mal vorsorglich beim deutschen und beim schweizer Finanzamt wegen der im Frühjahr fälligen Steuerzahlungen in der Schweiz für das ganze Jahr 2008 angefragt, wie ich das organisatorisch machen kann. Bei beiden per mail unter Angabe sämtlicher Kontaktdaten, denn beide antworten aus Sicherheitsgründen nicht per mail. Auf die Antwort vom Basler Finanzamt warte ich noch immer, es ist zu Fuß 15 min von meiner Wohnung entfernt. Das per ÖPNV in 30 min erreichbare deutsche Finanzamt in Lörrach war schneller. Sie schickten mir einen Brief mit einem Luftpostaufkleber.... Wieso zahlt man in Deutschland eigentlich mehr Steuern und in der Schweiz weniger?

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Bankenkrisentouchiert

Nachdem ja die Zeitungen schon wochenlang über die Bankenkrise schreiben, man sich in der Schweiz von Regierungsseite zunächst gar nicht weiter geäußert hat und argwöhnisch Angela Merkels Versprechen an die deutschen Sparer bekrittelte, nachdem die UBS als erste Schweizer Bank eine kräftige Finanzspritze bekam, ihre Kunden zur CS liefen, die inzwischen auch nicht mehr so gut dasteht und eigentlich nur die Kantonalbank die Krise einigermaßen überstanden hat, steht der Schweizer Franken plötzlich äußerst gut da. Am Montag war es der beste Stand seit Einführung des Euro. Seit ich hier in Basel ankam, ist der Schweizer Franken im Vergleich zum Euro im Wert immer nur gesunken, man bekam für einen Euro 1,71 Franken, momentan nur noch 1,43! An sich ist das egal, solange man im selben Land verdient, in dem man auch das meiste Geld ausgibt... Da ich Euro verdiene und in der Schweiz lebend Franken ausgebe, ist meine Miete bisher nur gesunken. Über das letzte Wochenende ist sie aber plötzlich um 56,-Euro angestiegen. Wahnsinn!

Donnerstag, 18. September 2008

Museum, Museum!

Uff, heute war mein fünfter Arbeitstag in Folge, ich muß aber morgen und übermorgen auch ins Museum und erst am Sonntag gibt es wieder einen freien Tag. Ab Montag heißt es dann zwei Wochen durcharbeiten. Und das ist nur fair, denn die Chefin hat gerade zwei Wochen durchgearbeitet und ich ja nur sieben Tage. Tja und wenn es denn kurze Tage wären, aber nein, momentan stemmen wir die Arbeit für zwei kranke und fünf urlaubende Kolleginnen mit. Ich weiß gar nicht mehr, wieso ich das Museum zum schlafen überhaupt noch verlasse... Zuhause lerne ich eh nur für die neue Ausstellung. Dafür gab's heute mal wieder ordentlich Trinkgeld und der Ausblick, in die pädagogische Abteilung zu wechseln, wo man Wochenenden kennt, die aus zwei zusammenhängenden Tagen bestehen, läßt mich hoffen... Kann jemand für mich einkaufen, meine Wäsche machen, essen und den nötigen Schlaf übernehmen?

Samstag, 15. März 2008

Fortschreitende Integration

Ich habe diese Woche eine Krankenversicherungskarte erhalten, mit der ich nun auch in der Schweiz Anspruch auf die gesetzlichen Grundleistungen habe. Ich habe die Karte zwar erst drei Tage, sie gilt aber schon ab dem 1.Februar 2008. Ich könnte jetzt rückwirkend krank werden.
Außerdem habe ich vom Quartiersmanagement meines Basler Wohnviertels eine Einladung zu einer Neuzuzügerbegrüssung erhalten. Diese wird an einem Sonntag im April stattfinden und auf dem Programm steht neben einem Apéro auch: Praktisches für den Alltag (Abfall, Grünflächen, Schulen), Interessantes aus der Geschichte und Gegenwart des Quartiers usw, sowie eine Filmvorführung "Welcome to Basel". Nebenbei gibt es Infostände aus den Bereichen Kultur, Freizeit, Öffentliches, Handel und "Rund ums Kind". Für letzteres wäre sogar ein Hort vorhanden.
Ich fühle mich ganz und gar wohlig umsorgt und habe beschlossen, in jedem Falle dabei zu sein...

Donnerstag, 6. März 2008

Ämtergang

Ich liebe es, ein Sonderfall zu sein. Heute habe ich meinen freien Tag nicht nur für den Abwasch der Reste des gestrigen Menus verwendet, nein, ich durfte auch mal wieder auf ein Basler Amt.
Schon vergangene Woche habe ich nach einer zweistündigen Sitzung, dem Nahtod meiner Personalverantwortlichen, die auch noch nach der technischen Einheit für Widerstand heißt, und einer Dreier-Telephonkonferenz mit ihr und dem zuständigen deutschen Finanzamt einen Antrag auf beschränkt einkommenssteuerplichtig gestellt, damit ich eben nicht in Deutschland, am Arbeitsort veranlagt werde. Steuerrechtlich gilt hier europaweit der Wohnort, für mich also auch noch ein anderer Staat. Krankenversicherung zahlt man hingegen am Arbeitsort... Tss...
Dem deutschen Finanzamt reicht meine Abmeldung von Berlin und der Schweizer Auslänerausweis nicht. Heute nun habe ich von der Kantonalen Steuerbehörde Basel Stadt eine Ansässigkeitsbescheinigung in dreifacher Ausfertigung eingeholt.
Ich war sehr beeindruckt, wie schnell alles von statten ging, ich mußte kaum warten, gar nicht soo viel erklären und habe sofort das richtige bekommen. Und das ohne irgendwelche Gebühren abzudrücken, wie ich es in vielen Fällen von den Berliner Behörden gewohnt bin...
Wenn sie jetzt noch dafür sorgen könnten, daß man sich am Treppengeländer der Behörde nicht so nen tierischen elektrischen Schlag einfängt, wäre es insgesamt betrachtet ne echt nette Angelegenheit gewesen.

Berlin, Basel und ich

Ein Berliner in der Fremde

So sieht's aus!

Aktuelles Wetter in Basel:


Temperatur: 13 C
UV Index: 0
Luftfeuchte: 82 %
Sichtweite: 10.0 km
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