Sonntag, 13. Juli 2008

national hier regional

Frankreich spielt in meinem Leben im Dreiländereck bisher eher eine untergeordnete Rolle. Wenn man mit dem Auto zu mir kommt und sich nur leicht verfährt, landet man schnell mal an einem Bienvenue-Schild, aber das passiert mir nun weniger. Sicher, im Museum merken wir die französischen Ferien deutlich und am Samstag sind in Basel die Geschäfte voller Frogs und ich habe auch schon Ausflüge ins Nachbarland unternommen. Bis auf die Tatsache, daß ich bei schlechtem Wetter ab und an in meiner Wohnung via SMS in Frankreich begrüßt werde (weil das Mobilnetz dann vom schweizer Anbieter zum französischen wechselt, ohne daß ich mich bewegt hätte), verdränge ich die Nähe zu Frankreich gewöhnlich ein wenig.
Gestern Abend aber, als wir in lustiger Plauderrunde bei mir saßen, fängt es draußen plötzlich zu knallen an. Klingt wie Feuerwerk. Ist auch eines, aber nicht wie gedacht über Basel sondern über St. Louis, der französischen Nachbarstadt. Dort wird am Montag der Nationalfeiertag (14.07.) begangen und anscheinend im Vorfeld schon mal ordentlich geknallt und das beste: Wir konnten es bequem von meinem Wohnzimmer aus verfolgen. Das nächste Feuerwerk ist dann erst wieder in zwei Wochen, zum Nationalfeiertag der Schweiz am 1. August. Was für 'ne kleine Welt!
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Marathon

Die befürchtete Isolation von meinen Berlinern war wohl eine unbegründete Sorge... Ich stecke gerade mitten in einem Besuchermarathon, der vor zwei Wochen begann. Den Anfang machte die Reise-Freundin. Sie hat - wie schon einige Berliner vor ihr - eine Reise durch den Süden geplant, all ihre verschollenen Berliner hier unten mal wiederzutreffen. Dabei muß ich mal in die Runde fragen, wieso immer die Berliner weggehen, derweil Schwaben und andere unsere Stadt in Beschlag nehmen? Das muß aber mal an anderer Stelle separat erörtert werden... Die Reise-Freundin gab nach drei Tagen meinen Eltern die Klinke in die Hand, die mein restliches zerbrechliches Umzugsgut in die Schweiz exportierten und hier neben mir auch weitere schweizer Verwandschaft aufsuchten. Das hat mir neben dem guten Geschirr eine schöne Fahrt durch die Romadie gebracht, die ich jetzt in Wochenendtagesausflügen unbedingt nochmal vertiefen werde. Und nun haben sich meine Eltern und die Geigen-Freundin gestern bei mir getroffen, so daß direkt Heimatgefühle aufkamen bei vier Berlinern in meiner Wohnung...;) Nebenbei habe ich erfahren, daß die Diplom-Freundin schändlicherweise auch gerade nur 60 km entfernt geurlaubt hat, aber nur überlegt hatte noch vorbeizuschauen. Wie auch immer, am kommenden Mittwoch werde ich 2,5 Wochen hintereinander Besuch gehabt haben.
Klingt anstrengend? Ist es aber gar nicht. Anders als in Berlin habe ich hier viel mehr Zeit für jeden. Man kann in Ruhe reden, Ausflüge machen und wirklich Zeit miteinander verbringen. Ich bin bloß froh, daß die Basler Wohnung ausreichend Zimmer bietet, obwohl ich nie, nie, nie gedacht hätte, daß sich doch so häufig Leute hierher verirren. Daß es nun anders ist, freut mich ungemein! ;)
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Berlin, Basel und ich

Ein Berliner in der Fremde

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