Donnerstag, 28. August 2008

Kinder und Eltern

Es ist mein freier Tag. Ich krame in der Wohnung umher und bemerke, daß ich viel mehr Lebensmittelvorräte habe als ich dachte und daß vor allem auch Dinge schon vorhanden sind, die ich gerade gestern noch einmal eingekauft habe, insbesondere Süßigkeiten. Ich werde wie mein Vater!
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baiser, bise, bisou

Mal eine Grenzgeschichte aus Frankreich. Als eifriger Karabolage-Gucker und Dreiländereckbewohner habe ich nicht nur Interesse an deutschen und schweizerischen Eigenheiten, auch das dritte Land 1 km von mir beschäftigt mich ab und an. Sowohl in der Schweiz als auch in Frankreich wird zur Begrüßung nicht die Hand gegeben oder ohne Körperkontakt eine Grußformel gebrubbelt wie in Deutschland, nein, man durchbricht die persönliche Individualdistanz des Gegenüber. Aber nicht für eine Umarmung!!! Auch unter Freunden ist eine Umarmung, obwohl in Deutschland selbstverständlich, in der Schweiz eher unüblich. Der Schweizer Freund hat sich oft genug darüber beschwert. Nein, stattdessen nähern sich die Köpfe und man küßt. Links, rechts (, links)! Auch völlig Fremde, wenn sie einem gerade erst vorgestellt worden sind! Unglaublich. Da kommen dann noch Feinheiten hinzu. Wie oft küßt man wen? In der Schweiz gewöhnlich 2-3 mal, anscheinend kann es in Frankreich sehr variiren und angeblich wissen nicht einmal echte Franzosen, wie man das genau zu handhaben hat, da es auch noch regionale Unterschiede gibt. Zumindest für die Grande Nation gibt es inzwischen eine Internetseite, wo man abstimmen und nachschauen kann, was im jeweiligen Departement üblich ist. Hier der Link. Aber, ich bin trotz großem Integrationswillen noch lange nicht soweit, jedweden einfach auf die Wange zu küssen und habe die Schweizer Freunde mehrheitlich zur Umarmung gebracht... Die armen erleben sowas einfach zu selten. Und die Fremden müssen sich bei mir vorerst mit nem Händedruck begnügen.
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Kinotime mit großem Beschiß

Obwohl es noch immer hübsch warm ist in Basel gab es in der letzten Woche dreimal Indor-Aktivitäten, jedesmal Kino. Und nein, noch immer nicht "Paris", in welchem ich in Berlin schon gesessen habe, aber so so dicht vor der Leinwand, daß wir unsere Karten gegen einen anderen Film getauscht haben. Nein, nicht "Paris" sondern "The Dark Knight", "XXY" und "Happy go lucky". Alle drei sehr unterschiedlich. Alle empfehlenswert. Ein Action-Film, ein leises Drama und eine Komödie.
Vom sozialen Programm drum herum war aber der erste Abend am spannendsten, ich hab Frau Pudel samt Schwester kennengelernt, die ab und an hier kommentiert und eine Bekannte von Herrn Anananas ist, meinem Ex-Mitbewohner in der Jungs-WG. Wir haben die Dachterasse eines meiner Lieblingslokale (so berlinesk, wegen der großzügigen Räumlichkeiten und der oberarroganten Bedienungen) auprobiert, das High-Light war dann aber umsonst. Wir saßen unter großzügigen Sonnenschirmen, kein Wölkchen am blauen Himmel über Basel und doch in immer schnellerer Folge Tropfen auf den Schirmen.
Das kam so: Auf dem Nachbargrundstück wird gebaut. Zwei riesige Kräne stehen da. Auf den Auslegern haben sich dicht an dicht tausende Vögel niedergelassen und nach einem langen Tag endlich ihren Abendschiß erledigt. Pro Minute waren es locker an die 10-20 Tropfen. Unglaublich. Das schlimmste: Der Weg zum Fahrstuhl nach unten war unbeschirmt! Es war wirklich wie eine kleine Naturkatastrophe, durch deren Beschuß wir einer nach dem anderen vom Tisch zum Treppenhaus hechten mußten... Genau die richtige Einstimmung auf den neuen Batman-Streifen!
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Berlin, Basel und ich

Ein Berliner in der Fremde

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