Zu weit weg
Die große Freundin, selbsternannte Etagenprimel, schickt mir Grüße in meine "rosa Glückswelt". Das macht mich nachdenklich. Klar, ich bin froh, hier zu sein (es gibt nicht viele Städte, in denen ich mich so wohl fühlen würde wie in Basel), habe gute Menschen gefunden, die Berliner noch immer nicht ganz verloren und: für einen mit meinem Exotenstudium (Was willst Du denn damit später mal machen?) habe ich dann doch 'nen ganz guten Job gefunden, der mir Spaß macht und mich mit 'nem Haufen netter Kollegen und interessierten Touristen umgibt.
Wenn mir die Lieblingsschwester aber schreibt, daß sie endlich ihr Klavier vom Elternhaushalt in den ihren verfrachten konnte (und ich mich noch sehr daran erinnere, wie mein Klavier meine Wohnung zum zuhause gemacht hat), sie mir dann noch schreibt, daß unsere Mutter sie spontan besucht hat (was ich hier unten wohl kaum erwarten kann), wenn vom weit verstreuten Kunstgeschichtskleblatt immerhin zwei in Berlin zusammenkommen können, um wie in alten Zeiten einer Institutsfeier beizuwohnen (aber, Mädels: Keiner der Dozenten wird je wieder wie für uns Luftgitarre spielen oder Strumpfhosen tragen!) und wenn draußen seit mindestens zwei Wochen dieser Schweizer Nebel den ganzen Vormittag verdüstert (zum Glück klart es meistens auf, aber dann bin ich ja schon längst aufgestanden), dann habe auch ich ab und an kleine Heimwehattacken... Ja! Denkt Euch bloß!
Die große Freundin wird sagen: Alles Pille-Palle, schau mal auf andere in kleineren Orten mit weniger Sozialleben (oder so ähnlich... :)). Und sie hat recht! Aber der Vergleichsmaßstab bleibt dann doch meist man selbst und etwas Melancholie wird auch in diesem nebligem aber grünen 15°C-November erlaubt sein, oder?
Wenn mir die Lieblingsschwester aber schreibt, daß sie endlich ihr Klavier vom Elternhaushalt in den ihren verfrachten konnte (und ich mich noch sehr daran erinnere, wie mein Klavier meine Wohnung zum zuhause gemacht hat), sie mir dann noch schreibt, daß unsere Mutter sie spontan besucht hat (was ich hier unten wohl kaum erwarten kann), wenn vom weit verstreuten Kunstgeschichtskleblatt immerhin zwei in Berlin zusammenkommen können, um wie in alten Zeiten einer Institutsfeier beizuwohnen (aber, Mädels: Keiner der Dozenten wird je wieder wie für uns Luftgitarre spielen oder Strumpfhosen tragen!) und wenn draußen seit mindestens zwei Wochen dieser Schweizer Nebel den ganzen Vormittag verdüstert (zum Glück klart es meistens auf, aber dann bin ich ja schon längst aufgestanden), dann habe auch ich ab und an kleine Heimwehattacken... Ja! Denkt Euch bloß!
Die große Freundin wird sagen: Alles Pille-Palle, schau mal auf andere in kleineren Orten mit weniger Sozialleben (oder so ähnlich... :)). Und sie hat recht! Aber der Vergleichsmaßstab bleibt dann doch meist man selbst und etwas Melancholie wird auch in diesem nebligem aber grünen 15°C-November erlaubt sein, oder?
Nachtreise - 4. Nov, 18:37
299 mal gelesen