Wurzeln suchen
Grundsätzlich fühle ich mich ja noch immer als Berliner und wenn ich hier davon spreche, wie es "bei uns" läuft, beziehe ich mich damit immer auf meinen Lebensmittelpunkt, wie es ihn bis vor drei Jahren gegeben hat.
Zum Geburtstag war nun endlich einmal die ganze Familie mit Eltern und Schwester in der Schweiz beisammen und im Vorfeld haben wir uns auf die Spuren der Vorfahren begeben. Viel bleibt nicht von ihnen. Geburtsurkunden, Sterbescheine, Hochzeitsdaten. Immerhin läßt sich mein namensgebender Familienteil bis 1779 zurückverfolgen mit Namen und Wohnorten, wobei das Emmental um Trachselwald und Langnau mehreren Generationen Heimat bot. Auch mein Großvater hat hier gelebt, bevor er mit knapp 20 Jahren 1919 nach Pommern ausgewandert ist, um der damaligen Armut der schweizer Bergwelt zu entgehen. Pommern und Westpreußen, wo sich die Großelternpaare fanden, sind von der Geschichte fortgefegt und so konnten sich meine Eltern in Mecklenburg treffen und schließlich vor meinem Auftritt nach Berlin ziehen. Und nun lebe ich, der ich mich immer als Berliner und zumindest als Norddeutscher fühle, nur eine Stunde vom Ursprungsort eines meiner vier Großeltern entfernt. Und schön ist es dort. Auch wenn der rauhe Norden mit Meer und Wind, flacher Landschaft und weitem Blick noch immer mein Sehnsuchtsort ist, so ist es auch schön, hier weit entfernt von dem gewohnten und liebgewonnenen ein Haus gefunden zu haben, welches friedlich am Berghang über saftig grüne Wiesen schaut und in welchem vielleicht Teile von mir einmal zuhause waren.
Seltsam und gut zugleich.
Zum Geburtstag war nun endlich einmal die ganze Familie mit Eltern und Schwester in der Schweiz beisammen und im Vorfeld haben wir uns auf die Spuren der Vorfahren begeben. Viel bleibt nicht von ihnen. Geburtsurkunden, Sterbescheine, Hochzeitsdaten. Immerhin läßt sich mein namensgebender Familienteil bis 1779 zurückverfolgen mit Namen und Wohnorten, wobei das Emmental um Trachselwald und Langnau mehreren Generationen Heimat bot. Auch mein Großvater hat hier gelebt, bevor er mit knapp 20 Jahren 1919 nach Pommern ausgewandert ist, um der damaligen Armut der schweizer Bergwelt zu entgehen. Pommern und Westpreußen, wo sich die Großelternpaare fanden, sind von der Geschichte fortgefegt und so konnten sich meine Eltern in Mecklenburg treffen und schließlich vor meinem Auftritt nach Berlin ziehen. Und nun lebe ich, der ich mich immer als Berliner und zumindest als Norddeutscher fühle, nur eine Stunde vom Ursprungsort eines meiner vier Großeltern entfernt. Und schön ist es dort. Auch wenn der rauhe Norden mit Meer und Wind, flacher Landschaft und weitem Blick noch immer mein Sehnsuchtsort ist, so ist es auch schön, hier weit entfernt von dem gewohnten und liebgewonnenen ein Haus gefunden zu haben, welches friedlich am Berghang über saftig grüne Wiesen schaut und in welchem vielleicht Teile von mir einmal zuhause waren.
Seltsam und gut zugleich.
Nachtreise - 8. Aug, 22:00
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