Behördlicher Fahrradklau
Das wautschenschte Velo ist wieder einmal gerettet. Ich habe es wieder und in meiner Wohnung in Sicherheit gebracht.
Nach einem Anruf bei der Basler Polizei verwies man mich an die Fahrzeugaufbewahrungsstelle. Im Telefonat konnte ich herausfinden, dass mein Fahrrad von der Basler Kantonspolizei von seinem Standort entfernt wurde. Also bin ich heute zum Zeughaus gefahren, dessen Öffnungszeiten wochentags von 8-12 und 14-16 Uhr liegen, um mein geliebtes Rad dort abzuholen.
Übrigens heißt das Gebäude nicht zum Spaß Zeughaus, dort werden tatsächlich Waffen aufbewahrt und man diskutiert immer wieder, ob der wehrpflichtige schweizer Mann seine Waffen nicht lieber dort zur Aufbewahrung geben sollte, als daß jeder männliche Schweizer im wehrdienstpflichtigen Alter eine Waffe zuhause im Schrank hat. Im Foyer des Basler Zeughauses steht dekorativ und respekteinflößend eine Kanone...
Dort angekommen, konnte ich mein Rad identifizieren und eine Gebühr zahlen, die sich aus 35,- CHF aus "Sicherstellung" (Abschneiden und den Transport zum Zeughaus) und der "Standgebühr" (Tagespauschale von 3,- CHF pro Tag im Zeughaus) zusammensetzte. Sehr schön, da zahle ich also für den Diebstahl meines Rades nachträglich eine Gebühr und ohne zu wissen wo mein Rad sich überhaupt befindet eine Pauschale für jeden Tag, den es im Zeughaus steht. Dort übrigens auch nur im Hof, also nicht sonderlich komfortabel...
Und warum eigentlich?
Folgendes hatte ich falsch gemacht:
1. hatte ich mein Rad an öffentlichem Eigentum abgestellt (weil es mir schon zweimal gestohlen wurde, habe ich es an einem Verkehrsschild angeschlossen),
2. war meine Vignette abgelaufen (meine Fahradvignette war von 2010, noch nicht 2011, weil die Polizei empfielt, Vignetten erst im April zu wechseln, da sie sonst auch gern geklaut werden)
3. war eine Beschwerde aus der Bevölkerung eingegangen.
Wo lebe ich eigentlich? Wer hat Zeit und macht sich die Mühe, sich über ein fälschlich parkiertes Velo zu beschweren?
Was könnte ich (als Kunstaktion getarnt) an diesem Verkehrsschild sonst noch anschließen? Irgend etwas sehr schweres und sperriges müßte es sein. Ein Betonblumenkübel? Ein LKW? Eine Kuh? Aber nein, ein Tierquäler will ich nicht sein. Bei Menschen überdenke ich meine bisherige freundliche Einstellung noch einmal...
Nach einem Anruf bei der Basler Polizei verwies man mich an die Fahrzeugaufbewahrungsstelle. Im Telefonat konnte ich herausfinden, dass mein Fahrrad von der Basler Kantonspolizei von seinem Standort entfernt wurde. Also bin ich heute zum Zeughaus gefahren, dessen Öffnungszeiten wochentags von 8-12 und 14-16 Uhr liegen, um mein geliebtes Rad dort abzuholen.
Übrigens heißt das Gebäude nicht zum Spaß Zeughaus, dort werden tatsächlich Waffen aufbewahrt und man diskutiert immer wieder, ob der wehrpflichtige schweizer Mann seine Waffen nicht lieber dort zur Aufbewahrung geben sollte, als daß jeder männliche Schweizer im wehrdienstpflichtigen Alter eine Waffe zuhause im Schrank hat. Im Foyer des Basler Zeughauses steht dekorativ und respekteinflößend eine Kanone...
Dort angekommen, konnte ich mein Rad identifizieren und eine Gebühr zahlen, die sich aus 35,- CHF aus "Sicherstellung" (Abschneiden und den Transport zum Zeughaus) und der "Standgebühr" (Tagespauschale von 3,- CHF pro Tag im Zeughaus) zusammensetzte. Sehr schön, da zahle ich also für den Diebstahl meines Rades nachträglich eine Gebühr und ohne zu wissen wo mein Rad sich überhaupt befindet eine Pauschale für jeden Tag, den es im Zeughaus steht. Dort übrigens auch nur im Hof, also nicht sonderlich komfortabel...
Und warum eigentlich?
Folgendes hatte ich falsch gemacht:
1. hatte ich mein Rad an öffentlichem Eigentum abgestellt (weil es mir schon zweimal gestohlen wurde, habe ich es an einem Verkehrsschild angeschlossen),
2. war meine Vignette abgelaufen (meine Fahradvignette war von 2010, noch nicht 2011, weil die Polizei empfielt, Vignetten erst im April zu wechseln, da sie sonst auch gern geklaut werden)
3. war eine Beschwerde aus der Bevölkerung eingegangen.
Wo lebe ich eigentlich? Wer hat Zeit und macht sich die Mühe, sich über ein fälschlich parkiertes Velo zu beschweren?
Was könnte ich (als Kunstaktion getarnt) an diesem Verkehrsschild sonst noch anschließen? Irgend etwas sehr schweres und sperriges müßte es sein. Ein Betonblumenkübel? Ein LKW? Eine Kuh? Aber nein, ein Tierquäler will ich nicht sein. Bei Menschen überdenke ich meine bisherige freundliche Einstellung noch einmal...
Nachtreise - 17. Jan, 17:37
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