Theater ums Theater
Die Schweizer stimmen gern ab. Immer wieder auch über eher lokale Themen. Am 13. Februar z.B. wird es in Baselland (wie Basel nur ein Halbkanton, aber immerhin ein Kanton und seit dem Bruderkrieg 1833 nicht mit Basel-Stadt zu verwechseln!) um das Basler Theater gehen und ob der Landkanton für das in der Stadt befindliche Theater die Subventionen erhöhen soll.
Immer wieder geht es darum. Basel-Stadt bietet mehrere Zentrumsfunktionen wie Museen und Theater an und subventioniert sie, wenn auch in kleinerem Umfang, als das in Deutschland üblich ist. Die Bewohner der umliegenden Landkantone, vor allem aus Baselland nutzen diese Infrastruktur, zahlen aber weit weniger kantonale Steuern. Baselland unterstützt das Theater natürlich bereits, seit 20 Jahren sei die Unterstützung aber nicht erhöht worden, sagt das Theater. Es wurden bereits Stimmen laut, dass Einwohner von Basel Stadt und Baselland Eintrittskarten zu verschiedenen Preisen sollten. Das stelle ich mir organisatorisch nahezu unmöglich vor.
Nachdem das Theater zum zweiten Mal in Folge Opernhaus des Jahres wurde, hat zumindest Basel-Stadt eingewilligt, seine Subventionen zu erhöhen, in Baselland wurde von der SVP eine Volksinitiative lanciert, um den Souverän entscheiden zu lassen. Üblicherweise spart das schweizerische Stimmvolk gern. Darauf verläßt sich die Politik.
Daher ruft das Theater alle Sympathisanten auf, ihre Bekannten in Baselland für eine Pro-Theater-Abstimmung zu mobilisieren. Das Theater hat in Baselland plakatiert, die Gegner ebenso. "To pay or not to pay - that is the question!" Das Theater macht nach jeder (!) Vorstellung eine Ansage zum Thema, in welcher beteuert wird, dass die 17 Millionen Erhöhung auf vier Jahre gerechnet sind und nicht einmal die Teuerung seit der letzten Subventionserhöhung ausgleichen würden. Das letzte Mal heute bei der Pique Dame gehört. Trotzdem habe ich in Basel regelmäßig über die vergleichsweise bombastischen Bühnenbilder gestaunt, die auch selten mehr als 10 Mal verwendet werden, da das Theater eben nicht in einer Millionenstadt liegt, wo man aber verglichen mit Beispielen aus Berlin auch mit deutlich weniger Geld auskommen muß.
Eine heikle Frage. Entschieden wird am 13. Februar, ich als Bewohner von Basel Stadt und sowieso als Ausländer trage keine Entscheidungsgewalt sondern einen Button: "Ja zu unserem Theater!"
Immer wieder geht es darum. Basel-Stadt bietet mehrere Zentrumsfunktionen wie Museen und Theater an und subventioniert sie, wenn auch in kleinerem Umfang, als das in Deutschland üblich ist. Die Bewohner der umliegenden Landkantone, vor allem aus Baselland nutzen diese Infrastruktur, zahlen aber weit weniger kantonale Steuern. Baselland unterstützt das Theater natürlich bereits, seit 20 Jahren sei die Unterstützung aber nicht erhöht worden, sagt das Theater. Es wurden bereits Stimmen laut, dass Einwohner von Basel Stadt und Baselland Eintrittskarten zu verschiedenen Preisen sollten. Das stelle ich mir organisatorisch nahezu unmöglich vor.
Nachdem das Theater zum zweiten Mal in Folge Opernhaus des Jahres wurde, hat zumindest Basel-Stadt eingewilligt, seine Subventionen zu erhöhen, in Baselland wurde von der SVP eine Volksinitiative lanciert, um den Souverän entscheiden zu lassen. Üblicherweise spart das schweizerische Stimmvolk gern. Darauf verläßt sich die Politik.
Daher ruft das Theater alle Sympathisanten auf, ihre Bekannten in Baselland für eine Pro-Theater-Abstimmung zu mobilisieren. Das Theater hat in Baselland plakatiert, die Gegner ebenso. "To pay or not to pay - that is the question!" Das Theater macht nach jeder (!) Vorstellung eine Ansage zum Thema, in welcher beteuert wird, dass die 17 Millionen Erhöhung auf vier Jahre gerechnet sind und nicht einmal die Teuerung seit der letzten Subventionserhöhung ausgleichen würden. Das letzte Mal heute bei der Pique Dame gehört. Trotzdem habe ich in Basel regelmäßig über die vergleichsweise bombastischen Bühnenbilder gestaunt, die auch selten mehr als 10 Mal verwendet werden, da das Theater eben nicht in einer Millionenstadt liegt, wo man aber verglichen mit Beispielen aus Berlin auch mit deutlich weniger Geld auskommen muß.
Eine heikle Frage. Entschieden wird am 13. Februar, ich als Bewohner von Basel Stadt und sowieso als Ausländer trage keine Entscheidungsgewalt sondern einen Button: "Ja zu unserem Theater!"
Nachtreise - 28. Jan, 23:42
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