Grenzgeschichten

Freitag, 26. Oktober 2007

Fernverkehr in Basel

Tatsächlich hat es da in Basel drei Bahnhöfe. Einen im Besitz der Schweizer Bundesbahn, einen im Besitz der Deutschen Bundesbahn und einen im Besitz der Société Nationale des Chemins de Fer, der französischen Bahn. Mit dem deutschen und dem französischen Bahnhof betritt man übrigens schon das jeweilige Staatsgebiet und kann auch nur in den entsprechenden Staat ausreisen. Die Bahnhofshallen sind jeweils schweizer Gebiet, aber wenn man zu den Plattformen will, überquert man eine EU-Außengrenze.
Ebenso der Baseler Flughafen. Er liegt auf französischem Terrain, in der Ankunftshalle allerdings muß man sich entscheiden, ob man nach Deutschland, Frankreich oder in die Schweiz hinausgehen will. Von da führen eingezäunte Straßen aus Frankreich heraus, die den Nachbarländern zugeodnet sind, obwohl sie über französischen Boden verlaufen.
Am tollsten finde ich noch immer, von Basel einfach mit einem Bus oder einer Straßenbahn in 10 min nach Frankreich hinüber zu fahren... Es gibt übrigens eine neue TGV-Verbindung von Basel nach Paris, die sehr preiswert und flott ist. Also, auf Euerer nächsten Route nach Paris einen Zwischenstop in Basel einplanen, ja? ;)
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Samstag, 6. Oktober 2007

Verkehrte Welt

Nicht in allen Dingen greift das Vorurteil von der teuren Schweiz. Aus Deutschland kommend sind die Benzinpreise der Tankstellen darum immer in Euro angegeben, und zwar mit unvorstellbaren 1,04 bis 1,08 Euro pro Liter!
Mir als Buspassagier nützt das allerdings höchstens indirekt.
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Donnerstag, 4. Oktober 2007

Wir feiern nicht immer zusammen

Meine Buslinie nach Deutschland wird in Kooperation der Baseler und der südbadischen Verkehrsbetriebe betrieben. Sie fahren abwechselnd jeder einen Bus. Am Fahrplan steht, welcher Bus der deutsche und welcher der schweizerische ist. Das ist nicht nur wegen der im Bus akzeptierten Währung wichtig, sondern auch wegen des Fahrplans. Da der 3.10. nur in Deutschland ein Feiertag ist, fuhren die schweizer Busse heute regulär und die deutschen derselben Buslinie nur nach Feiertagsfahrplan. Ganz logisch und doch verwirrend.
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Dienstag, 2. Oktober 2007

Und den Kompost an den Gartenzaun

Wenn man von Basel nach Weil will, muß man die schweizerisch-deutsche Grenze überqueren. Fährt man per Rad über die "Grüne Grenze", so radelt man an einem Flüßchen entlang, dann den Regio-Weg durch Felder und Bauernhöfe an in der Landschaft plazierten Kunstwerken vorbei.
Fährt man mit dem Bus, so ist das letzte Grundstück auf Schweizer Boden mit einem Gefängnis, das erste auf deutscher Seite mit dem Pussy-Cat-Club und Lady Christines Etablissement bebaut.
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Samstag, 29. September 2007

Eine Linie und zwei Münzen

Wenn man, so wie ich, das Schicksal herausfordert und in einem Nicht-EU-Land lebt, aber in der EU arbeitet, kann es sein, daß der Alltag durch die kleinen Unterschiede immer mal ein bißchen aufgepeppt wird.
Ein wesentlicher Beitrag in den Verwicklungen besteht darin, daß ich umgeben von Ländern bin, in denen der Euro als Währung gilt, während hier in Basel mit Franken gezahlt wird. Es erschien mir sehr schnell notwendig, täglich zwei Portemonais mitzuführen. Das Ergebnis meiner Inkonsequenz: In beiden Geldbörsen tummeln sich Euros und Franken.
Die geschäftigen Schweizer akzeptieren häufig beide Währungen, die Deutschen nehmen grundsätzlich keine Franken oder zum Kurs von zwei Franken für einen Euro, obwohl er offiziell 1,65 kostet.
Landesgrenze
Der Irrsinn geht noch weiter: Ich fahre täglich mit einer grenzüberschreitenden Buslinie, die gemeinsam von einem Schweizer und einem deutschen Verkehrsunternehmen organisiert ist. Jeder zweite Bus ist deutsch, die anderen sind aus der Schweiz. Man kann also, egal wo der Bus sich gerade geographisch befindet, in einem mit Franken und in dem nächsten mit Euros bezahlen. Morgens fahre ich (fast) immer mit dem selben Schweizer Bus (ist übrigens im Fahrplan extra ausgewiesen), abends variiert mein Feierabend und ich muß darauf achten, immer genügend Geld in jeder Währung dabei zu haben.
Ab Montag habe ich dann endlich ein Monatsabonement.
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Berlin, Basel und ich

Ein Berliner in der Fremde

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