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Dienstag, 14. Oktober 2008

Schon wieder!

Habe vor lauter Arbeit eine ganze Menge Ereignisse, wie die Krise zwischen der Schweiz und Libyen, die Bankenkrise, den selbstverschuldeten Tod Haiders und die Reaktionen der Schweizer Presse darauf, gar nicht geschafft, hier zu verarbeiten...
Es ist aber in diesem Trubel etwas anderes geschehen, was durchaus mitteilenswert erscheint, falls Basel in seiner Wildheit und Gefährlichkeit mal wieder unterschätzt werden sollte. Ich bin, obwohl ich brav meine Monatstickets für den Basler ÖPNV bezahle nahezu vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten worden. Der Voltaplatz, der schon seit mehr als drei Jahrzehnten umgebaut wird und damit die größte und älteste Baustelle Basels ist, hat neuerlich bewiesen, daß er ein wichtiger Verkehrsknoten ist, als man begann, die Tramgleise zu erneuern. Für mich, der ich nur eine Station entfernt wohne hat das zur Folge, daß ich von der Innenstadt fast abgeschnitten bin, wohin ich sonst zwei Linien zur Verfügung hatte, zu kleine Ersatzverkehrbusse, die andere Strecken fahren, aufgehobene Haltestellen, nichtfunktionierende Anschlüsse, andere Fahrzeiten usw. nerven mich und machen den Fußweg schneller als die Fahrt mit dem Tram. Eigentlich komme ich nur noch problemlos zum Schweizer Bahnhof. Auf dieser Strecke gibt es ebenfalls eine Baustelle und da hat sich kürzlich eine weitere Sperrung ereignet, weil ein Bagger das vorbeifahrende Tram im schönsten Berufsverkehr aufgeschlitzt hat. Ich dachte immer, man lebt hier gefährlich, weil die Trams in soo dichter Folge fahren, daß man in der Innenstadt die Straßen nur unter Lebensgefahr queren kann. Aber nein, das Fahren in den Trams ist ein viel größeres Wagnis. Bilder gibt es hier.
112 mal gelesen
Alex (Gast) - 15. Okt, 09:21

Na, astrein . . .

. . . da hätteste auch in Berlin bleiben können. Hier hat die S-Bahn anscheinend schon aufgegeben, auch nur zu versuchen, sich an Fahrpläne zu halten. Wenn man seinem Ärger darüber Ausdruck verleiht, wird immer auf die vielen Baustellen verwiesen. Ich frage mich, was wohl wäre, wenn ich zum nächsten penetranten Fahrkartenkontrolleur sagen würde: "Wegen einer Verzögerung meines Biorhythmus' erfolgt das Vorzeigen der Fahrkarte in ca. 6 Minunten. Ich bitte um Ihr Verständnis."

Berlin, Basel und ich

Ein Berliner in der Fremde

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