Sonntag, 21. August 2011

Nachts im Fluß

Gestern früh rief die Geigenfreundin an. Sie fährt zu einem Workshop von Berlin ins schweizerische Bergell, aber der Postbus fährt nicht mehr weiter in die Berge, wenn sie dort ankommt. Klar, kommt sie vom Flughafen Zürich zu mir nach Basel, um die Reise am Morgen fortzusetzen. Was macht man mit einem Gast am Samstag Abend bei 32 °C? Man geht zum Rhein schwimmen.
Die Stadt war von der Beat on the Street noch voller Menschen und Musik, das Kleinbasler Rheinufer so gedrängt gefüllt wie eine einzige Tanzfläche.
An all diesem sind wir vorbeigeschwommen. Mein erstes Mal im Dunkeln. Supertoll und sehr erfrischend. Und danach lecker Schnitzel auf dem Balkon. Dafür ist es heute früh so warm, dass man schon um 8:00 Uhr nicht mehr schlafen kann...
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Freitag, 19. August 2011

Freitagabend im Museum

Wenn es am Freitag wunderbares Sommerwetter gibt bei mehr als 30° C, dann ist man um 19 Uhr nirgendwo lieber als im Büro. Wenn dann eine sehr lange Arbeitswoche mit über 50 Stunden mit einer schlechten Nachricht endet, ist das sehr motivierend.
Der Star des neuen Rahmenprogramms hat soeben kurz vor Drucklegung abgesagt.
Besten Dank. Ich geh jetzt ins Wochenende...
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Dienstag, 16. August 2011

Rheinschwimmen 2011

und ich war dabei! Ich bin ja schon oft im Rhein geschwommen, aber nie mit dem großen, dm jährlichen Rheinschwimmen. Alle Schiffe bis auf die vier Fähren werden vom Rhein verbannt und überall sieht man nur noch Menschen und orange Schwimmsäcke im Fluß. Zum Beispiel so.
Diesmal war ich dabei. Die japanische Kollegin hat mich im Museum abgeholt, so konnten wir rechtzeitig zum Start um 18:00 Uhr dort sein. Da meine Woche recht streßig war, wußte ich bis kurz zuvor nicht, ob ich die Zeit hätte. Am Morgen hatte ich den Schwimmsack eingesteckt, aber Badehose und Handtuch vergessen. Wenn man in einem Museum arbeitet steht man nun mal nicht so häufig vor 7 Uhr auf und ist dann unfähig, die logischsten Zusammenhänge zu verstehen...
Es war heiß und meine Unterwäsche frisch und nicht die schlechteste und die japanische Kollegin beruhigte mich, daß bei so vielen Menschen niemand so genau auf mich schauen würde... Also gings "dr Bach ab". Wunderbar! Und weil es so schön war gleich nochmal!

Gleich drei Dinge, die ich noch nie in Basel gemacht habe.
1. Am offiziellen Rheinschwimmen teilnehmen,
2. Zweimal hintereinander Rheinschwimmen am selben Tag
3. In Unterwäsche durch die Stadt laufen
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Freitag, 12. August 2011

Perfektes Geburtstagsgeschenk

Wunderbar, ein paar Tage nach meinem Geburtstag haben Schweizer Franken und Euro die Parität fast erreicht. Ein Euro ist nur noch 1.007 CHF wert. Das war 2008 sogar mal 1 € zu 1,71 CHF. Aber die Zeiten sind vorbei. Die Schweizer Nationalbank hat angedroht, mehr Franken drucken zu lassen, erhöht aber zunächst die Geldmenge, die sie an Banken verleiht massiv. Von 30 Milliarden Franken auf 80, kurz darauf auf 120 Milliarden.
Mal sehen ob das hilft.
Nachtrag: Inzwischen sind es schon 200 Milliarden. Fast 10mal mehr als ursprünglich.
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Dienstag, 9. August 2011

Elternbesuch

Elternbesuch in Basel. Das Museum fordert mich stark, aber es gibt Gelegenheit, gemeinsam zu Frühstücken und auch einige Wanderungen auf die Berge (schweizerisch: Hügel) um Basel zu unternehmen. Vom Hörnli auf den St. Chrischona und von dort über das Wasserschloß Inzlingen ist noch immer eine meiner Lieblingswanderungen. Besonders mit dem vielen reifen Obst am Wegrand, der wunderbaren Aussicht wegen und weil man in Inzlingen an einem Hof vorbeikommt, wo man frische, richtig fette Milch kaufen kann...
Irgendwie ist es schön, in Familie zu sein, sich nur um die Verpflegung zu kümmern und die Tage zu genießen. Nur mein Schwesterchen fehlt...
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Samstag, 30. Juli 2011

Endlich ein klein bißchen Sommer

Ich sitze auf meinem Balkon, eigentlich einer Loggia, höre das Duett aus Tschaikowskys Pique Dame (http://www.youtube.com/watch?v=VoAw623e5sc). Mein Blick fällt auf die Rose, die - seit ich sie vor zwei Monaten wegen Ihres Duftes gekauft habe - unablässig blüht und duftet. Hinter mir stehen Tomaten, so groß wie ich selbst und duften auch, aber tragen vor allem schon an die 40 grüne Früchte. Über dem Balkongeländer hängen Handtuch, Badehose und Schwimmsack von Rheinschwimmen gestern. Vor mir steht ein Eiskaffe und unten plätschert der Teich im Hof.
Das fühlt sich nach Ferien an. Endlich. Dabei ist mein Urlaub schon vorbei. Südengland hat sich von seiner typischen Seite gezeigt mit feinen Cream Teas und einem sonderbar wechselhaften Wetter. Küste und Wind, Gärten und Sonne, Weiden und Niesel.
Jetzt bin ich schon wieder eine Woche in Basel und plötzlich in Ferienlaune. Viel braucht es dazu anscheinend nicht, nur ein wenig Ruhe, gute Menschen und ein klein bißchen Sommer. Und der scheint momentan eher in Basel als in Berlin erhältlich...
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Montag, 4. Juli 2011

Schweizer Pissoirs hängen tiefer

Heute Abend im Kino Central in Basel. Ich gehe auf die Toilette, wähle das Pissoir in der Ecke und erschrecke bei Ankunft: Oh, ich habe wieder das Kinderpissoir erwischt. In meiner Kindheit in Berlin gab es nämlich solche, die tiefer hingen, damit die kleinen Jungs kein Bänkchen brauchen. Ich will also wechseln und schaue mich um. Aber: Alle hängen in meiner Kniehöhe!
So ging es mir auch wiederholt im Theater oder in Cafés in der Stadt. Inzwischen glaube ich, dass die Normen hier anders sind. Sooo viel kleiner sind Schweizer dann auch nicht.
Obwohl ich mich während jeden Konzerts einer Band bisher freuen konnte, einen super Blick zur Bühne zu haben... ;)
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Freitag, 1. Juli 2011

Wie die Griechen mein Leben in der Schweiz beeinflussen

Nie hätte ich das gedacht. Aber wer schon? Die EU bröckelt an ihren Rändern und die Gemeinschaftswährung Euro fällt und fällt und fällt. Die meisten von Euch da draußen in Berlin, Greifswald, Wiesbaden oder Stuttgart werden es nicht bemerken, aber die Schweiz ist wieder einmal die Insel der Glücksseligen, der Fels im tobenden Meer.
Tja und ich hänge als Grenzgänger im politischen Strudel. Normal war ein Umtauschkurs von einem Euro zu einem Franke 55 Rappen. Zeitweise gab es einen Franken 71 Rappen. Und heute? Wir stehen seit Monaten an einer historischen Grenze. Der Kurs ist bereits unter 1,20 gerutscht. Aua. Das macht sich sehr bemerkbar, wenn man sein Geld in Deutschland verdient und die größten Posten wie Miete in der Schweiz ausgibt...
Plötzlich sind Entscheidungen des griechischen Parlaments direkt mit meinem Leben und meinem Wohlstand verbunden... Wollen wir hoffen, daß nach der gestrigen Entscheidung der Euro wieder stärker wird und ich monatlich wieder mehr zur Verfügung habe.

Ansonsten bleibt mir nur noch die Flucht zurück in meine Berliner Wohnung...
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Berlin, Basel und ich

Ein Berliner in der Fremde

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