Berlin - Basel

Mittwoch, 4. November 2009

Noch 50 Tage

Wie in jedem Jahr in Basel bin ich schockiert über den weihnachtlichen Eifer der selbsternannten Weihnachtsstadt der Schweiz. Ich habe heute auf jeder Seite der Mittleren Bücke je einen Weihnachtsbaum gesehen! Seit wann sie da stehen, kann ich nicht sagen, aber dass sie überhaupt heute schon dort stehen, ist erstaunlich genug! Meiner Meinung nach schmückt man erst nach Totensonntag und mal ganz grundsätzlich: Es sind noch 50 Tage bis Heilig Abend!

Dienstag, 27. Oktober 2009

Neues Museum versus Opernhaus

Ganz traurig war ich, als ich gehört habe, dass das letzte Museum auf der Spreeinsel am 17.10. ohne mich eröffnet worden ist. Dabei habe ich 2,5 Jahre dort gearbeitet. Jetzt habe ich von meinem Vater eine Marathon-DVD mit allen Dokumentationen bekommen, die auf 3Sat zum Thema gelaufen sind, ich habe in der ZDF-Mediathek schon einiges verfolgt und nun habe ich den virtuellen Rundgang gefunden:
http://www.neues-museum.de/nm/index.html?r=vestibuel
Man kann sich drehen, nach oben und unten schauen, fast so als wäre man vor Ort. Das macht wirklich Spass! Und vielleicht gehen wir mit dem Kunstgeschichtskleeblatt vor Weihnachten gemeinsam und in real mal hin, oder?
Ausserdem ist Basel kürzlich Opernhaus des Jahres geworden und ich habe nahezu alle entscheidenden Inszenierungen gesehen. Das richtet mich ein wenig auf...

Sonntag, 11. Oktober 2009

Tourist

Die letzten zwei Tage habe ich anstatt in meine angestamten berliner Cafés und Kneipen zu gehen und meinem Leben hier nachzutrauern viel Zeit in zeitgenössischer Architektur verbracht.
Ein Freund ermöglichte mir ein Mittagessen und eine Tour durch die Gebäude des Bundestages (Lüders-Haus, Jakob-Kaiser-Haus, Reichstag, Paul-Löbe Haus), mit irrsinnig klaren, kühl-eleganten Foyers und großzügigen Verkehrsflächen, mit vielen geschichtlichen Spuren und einer sehr aufwendigen Ausstattung, die Materialien und die Möblierungen betreffend. Da standen Corbusier-Möbel neben denen von Mies van der Rohe und Eames oder Mario Bellini. Alles großzügige und lichte Architekturen, die schöne Ausblicke auf Gärten, die Spree und das Kanzleramt bieten. Sehr beeindruckend, aber auch erstaunlich leer.
Einen Tag später hat eine Freundin mich durch ihren Arbeitsort Wolfsburg geführt, eine gut funktionierende Planstadt, die gerademal 70 Jahre alt geworden ist und wesentlich interessanter als ihr Ruf. Die Stadtplanungen der 40er und 70er Jahre sowie die heutigen Eingriffe machen Planungsgeschichte sichtbar. Am interessantesten sind jedoch die von Stararchitekten geplanten öffentlichen Gebäude wie die Bibliothek von Alvar Aalto und das Phaeno-Science-Center von Zaha Hadid und natürlich die Autostadt von VW. Im Verhältnis zur Größe der Stadt gibt es hier eine sehr hohe Dichte an herausragenden Gebäuden. Das Theater von Sharoun haben wir dann gar weglassen müssen...
So ist mein Aufenthalt kein neuerlicher melancholischer Versuch geworden, auf meinen alten Spuren zu wandeln. Nein, ich habe noch viel Unbekanntes sehen können.

Freitag, 9. Oktober 2009

Klare Kühle

Berlin ist mal wieder überraschend. Nachdem wir in Basel am vor wenigen Tagen noch 30°C hatten, ging ich zwei Tage später in Berlin bei gerade mal 4°C aus dem Haus. Es ist ein wenig herbstlicher hier. Aber was für eine Luft! Wegen der umliegenden Berge ist Basel häufig am Morgen etwas diesig und nur selten windig. So klare Luft und so hartes Licht wie in Berlin an solch kalten Tagen gibt es in Basel nie. Dabei ist das eine so besonders schöne Wetterlage!

Dienstag, 25. August 2009

Hofkino

Mein Wohnhaus steht in St. Johann, einem sanierungsbedürftigem Stadtteil Basels. Ich bin trotzdem der einzige Ausländer in meinem Haus, alle anderen sind Schweizer. Dafür bin ich beinahe der Älteste dort. Älter als ich sind nur das Ehepaar unter mir und die Künstlerin, die neben mir wohnt. Dann komme ich, Kopf an Kopf mit den Jungs über mir, ein Gymnasiallehrer für Geschichte und ein Mitarbeiter des historischen Museums. Der Rest sind Studenten. Unterm Dach eine Mädchen-WG, daneben ein Theatertechniker, der oft am hiesigen Theater aushilft, im Parterre eine Studenten-WG, die auf ihrer großen Terrasse häufiger grillt oder singt (ein Mitbewohner ist in einem jungen Männerchor). Das führt dazu, daß über unseren Klingelschildern inzwischen steht: Folgende Mitbürger sind zum Klassenkampf aufgerufen. Nur der Theatertechniker und ich nicht, wir haben ein anderes Klingelbord...
Diese nette Zusammenstellung könnte man noch mit den Nachbarhäusern fortführen, wo eine Cellistin lebt und in einem alten Friseurgeschäft (hier: Coiffeur) eine weitere Künstlerin wohnt und auch die Konzertmeisterin eines hiesigen Orchesters. Das alles wäre schon Hinterhofkino genug. Aber nein: Seit ein paar Wochen wird immer mal wieder ne Leinwand aufgespannt, ein Beamer bereitgestellt und eine lange Tafel auf dem Hof aufgebaut und gedeckt. Dann wird gespeist und getrunken und anschließend ein netter Film geschaut.
Hmm, fühlt sich an, als wär man zuhause in Berlin...



Angeblich gibt es DEN Prenzlauer Berg aber auch gar nicht mehr. Siehe hier.

Donnerstag, 20. August 2009

Basel schwitzt

Gestern 34°C, heute 37°C und morgen?

Freitag, 14. August 2009

Großes Rheinschwimmen

Neben dem individuellen Schwimmen im Rhein oder den einmal wöchentlich begleiteten Rheinschwimmen gibt es auch einmal im Jahr einen großen Anlaß, ein Massenrheinschwimmen sozusagen.
Am Zischtig war es wieder soweit. 2000 Menschen haben sich am Tinguely-Museum ins Wasser geworfen, sind von Migros mit aufblasbaren Enten versorgt worden, von Nivea mit blauen Wasserbällen, es gab die unabdingbaren Schwimmsäcke, Badeschlappen und was nicht sonst noch alles. Der Rhein war orange von all den Enten und Schwimmsäcken und schöne Bilder und ein Filmchen davon gibt es hier.

Donnerstag, 13. August 2009

Es lebt sich gefährlich in Basel

Die Basler Verkehrsbetriebe haben es schwer in letzter Zeit. Schon wieder gab es einen schweren Tramunfall. Zugegeben, es war keine spektakuläre Entgleisung und Rutschpartie, wie das letzte Mal, auch keine Aufschlitzung, aber immerhin... Und schon wieder meine Linie, die ein Auto in ein Verkehrsschild geschleudert hat! Seht selbst!

Mittwoch, 5. August 2009

Kleinstadtgeschichten

Da habe ich doch heute vormittag einiges an kleinen Aufgaben erledigen können, für die ich vor dem Urlaub keine Gelegenheit hatte, das Velo zur Reparatur, Bücher zurück in die Bibliothek, ein Gang zur Post und einer zur Sparkasse. Und dann hält ein Lieferwagen, das Fenster wird heruntergekurbelt: Wollen Sie ins Museum? Es ist der Lieferant unseres Bäckers, der mich zur Arbeit mitnimmt. Die Stadt ist eben schon etwas kleiner als Berlin...

Freitag, 3. Juli 2009

Rheinschwimmen

Die nette Japanerin aus dem Bureau hat es gewagt: Die Hitze hat sie in den Rhein getrieben. Ganz Basel wirft sich wieder in den Fluß und läßt sich durch die City treiben.
Man kann sich seit dieser Woche bis Ende August jeden Dienstag sogar einem begleiteten Schwimmen anschließen. Schilder und Zeitungen weisen auf die sicheren Zonen sowie auf die Strudel und von Ausflugsdampfern und Lastkähnen befahrenen Wasserstraßen hin, es gibt eine Telefonnummer zur Anmeldung und ganz wichtig:
Einen Schwimmsack!
Zum Beispiel von Migros unter:
http://sektionen.slrg.ch/nw/bez4/basel/slrgbasel/Rheinschwimmen/Schwimmsack07.pdf
Oder von Basel Tourismus online zu bestellen unter:
http://www.basel.com/de/list.cfm?category=ShopBT&subcat=Souvenirs&item=316321

Berlin, Basel und ich

Ein Berliner in der Fremde

So sieht's aus!

Aktuelles Wetter in Basel:


Temperatur: 8 C
UV Index: 1
Luftfeuchte: 81 %
Sichtweite: 10.0 km
Luftdruck: 1001.0 mb
Windstärke: 5 km/h

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